SANKT•SPIRITUS

Die Schreibwerkstatt von Carmen Winter

»Wie ich lernte, die Buchstaben zu lieben« von S. Drasnin

Gepostet von am 28. Jan. 2014

»Wie ich lernte, die Buchstaben zu lieben« von S. Drasnin

»Früher« – also zu meiner Grundschulzeit so vor 40 Jahren – haben wir Buchstabe für Buchstabe gelernt. Alle aus meiner Klasse können heute noch lesen und schreiben, also war die Methode wohl ganz ok.

Heute wird direkt mit ganzen Wörtern gelernt und mit Anlauttabelle und freiem Schreiben oder der Fibel oder einer Kombination verschiedenster Ansätze, Methoden und Techniken. Trotzdem oder gerade deswegen lernen auch heute so ziemlich alle Kinder nachhaltig Lesen und Schreiben. Rechtschreibwissen steht nicht immer im Vordergrund; „zu viel Korrigieren verunsichert die Kinder eher“, ist mitunter zu hören, und außerdem ist die Entwicklung des orthographischen Wissens am Ende der Grundschulzeit noch nicht abgeschlossen. Woran auch immer es liegt: Viele Kinder und Jugendliche kennen den Unterschied zwischen seid und seit, Haken und Hacken, Standard und Standarte nicht (OK, viele Erwachsene können das auch nicht auseinanderhalten…).

Aber zurück zum Thema! Kinder lernen heute in der Grundschule auch mit Bildern und Bildergeschichten: Sie erkennen einen Gegenstand auf einem Bild und schreiben (malen eher 😉 ) seinen Namen daneben. Oder sie malen zu einzelnen Wörtern, später zu einem kleinen Text, eigene Bilder. Sie erkennen in einer Reihe von Bildern eine kleine Geschichte und beschreiben sie. Oder sie malen Bilder und beschreiben sie auch. Meist sind viel Farbe und viel Spaß mit im Spiel.

Leider weiß ich nicht mehr, ob wir damals auch mit Bildergeschichten gelernt haben, jedenfalls waren (und sind) mir Buchstaben und das Malen sehr wichtig. In meinen ersten Büchern, die ich viel gelesen habe, habe ich das kombiniert:

Töpfchenhexe

 

(das Buch hieß »Die Töpfchenhexe«, Autorin: Vera Ruoff, Verlag Ueberreuter, Wien 1972)

 

Bald kam auch die Freude am Schreiben hinzu, und meine Lehrer mussten sich durch ellenlange Aufsätze quälen. Heute schreibe ich immer noch gern, und in meinen Anleitungsbüchern gibt es stets viele Bilder und viel Farbe .

 

Dieser Beitrag stammt von Sabine Drasnin – wie ich Mitglied im Netzwerk texttreff. In diesem Netzwerk hat es Ende 2013 / Anfang 2014 die Aktion »Blogwichteln« gegeben. Das ging so: Eine von uns hat eingeladen und unter allen, die sich gemeldet haben, wurden Blogwichtelpartnerinnen ausgelost. Dann haben wir Beiträge für das Blog einer anderen Textine geschrieben und nach und nach werden diese nun veröffentlicht. Danke, Sabine für deine Buchstabenliebe.

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